Presseinformation vom 26. Mai 2017

HessenBrandschutz

Hessen investiert Rekordsumme

Wiesbaden – Dank der hohen Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer des vergangenen Jahres kann das Land den Feuerwehren in Hessen 2017 eine Finanzspritze in Rekordhöhe gewähren. Mit rund 22 Millionen Euro stellt das Land nicht nur rund zehn Millionen Euro mehr als noch 2016 zur Verfügung, sondern wird absehbar auch eine Bewilligungsquote von fast hundert Prozent der zuwendungsfähigen Maßnahmen erreichen. Der große Ersatzbedarf bei den kommunalen Feuerwehren kann damit befriedigt werden und es entsteht kein Antragsstau bei den Förderanträgen. „Dies ist ein weiterer Meilenstein in der bereits in den vergangenen Jahren umfangreichen Brandschutzförderung des Landes und ein Zeichen der Wertschätzung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte“, so Innenminister Peter Beuth.


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Quelle: Pressestelle, Hessisches Ministerium des Innern und für Sport

 

DFV - Pressedienst

 

 

 

Presseinformation vom 24. Mai 2017

Feuerwehr und Kommunen: Gemeinsam für Sicherheit

Dienst in Feuerwehr sichert berufliche Qualifikation und Sozialkompetenz

Berlin – Feuerwehren und Kommunen sind starke Partner, wenn es um den Schutz der Bevölkerung, soziales Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt geht. Dies betonten der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hartmut Ziebs, und der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Dr. Gerd Landsberg, bei einem Meinungsaustausch in Berlin. Bei diesem Spitzentreffen der Verbände standen auch die Themen Integration und Nachwuchsgewinnung der Feuerwehren auf der Tagesordnung.

Die freiwilligen Feuerwehren und die Berufsfeuerwehren sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Brand-, aber auch des Katastrophenschutzes in Deutschland. „Ohne unsere Feuerwehren vor Ort können wir weder den Brandschutz noch die notwendigen Unterstützungen bei Natur- oder sonstigen Katastrophen sicherstellen“, erklärten Ziebs und Landsberg heute in Berlin. „Kommunen und Feuerwehren sind starke Partner, wenn es um die Sicherheit der Menschen vor Ort geht. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger“.

Deutschland hat ein international hoch angesehenes System des Brand- und Katastrophenschutzes. Die 23.000 Freiwilligen Feuerwehren mit einer Million Mitgliedern und die rund 100 Berufsfeuerwehren mit ihren 30.000 Feuerwehrleuten sind ein unverzichtbarer Bestandteil in der Sicherheitsstruktur Deutschlands. Die Freiwilligen Feuerwehren in den Städten und Gemeinden spielen dabei eine herausragende Rolle, da die Berufsfeuerwehren den Brandschutz allein nicht sicherstellen können. Gerade diese Freiwilligen Feuerwehren stehen vor enormen Herausforderungen.

In einzelnen Landesteilen finden sich nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels zunehmend weniger Menschen, die sich in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren wollen. Auch die Berufsfeuerwehren finden in einzelnen Regionen nicht ausreichend Nachwuchskräfte. DFV und DStGB fordern eine bundesweite Imagekampagne. „Es muss uns allen bewusst sein, dass ohne Freiwillige Feuerwehren der Brandschutz nicht sichergestellt werden kann“, betonten Ziebs und Landsberg. Darüber hinaus sind gerade die Freiwilligen Feuerwehren wichtiger Partner der Kinder- und Jugendarbeit in den Städten und Gemeinden.

Konkret schlagen die Verbände vor, das Tätigkeitsprofil der Feuerwehren vor Ort noch bekannter zu machen. Es müssen in der Zusammenarbeit mit Kitas und Schulen Kinder und Jugendliche für ein Engagement gewonnen werden. „Kinder in der Feuerwehr“ sind ein erster Schritt für die Nachwuchsgewinnung. Über eine verstärkte Jugendarbeit können Kinder und Jugendliche für eine Arbeit bei den Feuerwehren gewonnen werden. Es sollten auch weiterhin gezielt Frauen für eine Tätigkeit bei den Feuerwehren geworben werden.

Im Rahmen des Dienstes in der Feuerwehr können junge Menschen auch wertvolle Qualifikationen für ihre berufliche Zukunft erwerben. Dazu gehören neben sozialen Kompetenzen vor allem auch spezifische Qualifikationen, etwa in den Bereichen Sicherheit, Umwelt oder im mechanischen Bereich.

Ein wichtiges Thema bei beiden Verbänden ist zudem die Gewalt gegen Feuerwehrleute und Rettungskräfte. Diese zu verhindern sei eine entscheidende Voraussetzung dafür, Menschen für ein Engagement zu gewinnen. Gegen Übergriffe auf Feuerwehrleute, die ihr Leben und ihre Gesundheit für das Allgemeinwohl einsetzen, dürfe es keine Toleranz geben. „Dies verbieten allein der Respekt und die Wertschätzung gegenüber den Einsatzkräften“, so Ziebs und Landsberg.

Zudem können Kommunen und Feuerwehren gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur Integration von Migranten und Geflüchteten leisten. Zahlreiche Landesfeuerwehrverbände engagieren sich vor Ort im Projekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“. „Integration funktioniert dann besonders gut, wenn die zu uns gekommenen Menschen durch ihr Engagement zum Zusammenhalt der Gesellschaft beitragen können. Die Mitarbeit in den Feuerwehren kann Sinn stiften und den Anschluss an die Gemeinschaft vor Ort erleichtern“, so Ziebs und Landsberg abschließend.


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Silvia Darmstädter
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Presseinformation vom 11. Mai 2017

Gemeinsam für Modernisierung im Zivilschutz

Fototermin am 17. Mai: Mit neuer Technik für Katastrophen besser gerüstet

Berlin – Es ist eine der größten Beschaffungsmaßnahmen des Bundes im Zivilschutz: Seit Anfang dieses Jahres läuft die Planung und Produktion für insgesamt 400 Fahrzeuge, die den Feuerwehren in den nächsten drei Jahren für die Modernisierung des Zivilschutzes zur Verfügung gestellt werden. „Drei Viertel der Fahrzeuge sollen Löschgruppenfahrzeuge in der Brandschutzkomponente sein, ein Viertel Schlauchwagen als Fahrzeuge zur Wasserversorgung“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) getroffene Absprache. Bis 2020 sollen alle Fahrzeuge an die Feuerwehren ausgeliefert sein.
 
Gemeinsam mit BBK-Präsident Christoph Unger stellt DFV-Präsident Ziebs am Mittwoch, 17. Mai 2017, im Vorfeld des 12. Berliner Abends der deutschen Feuerwehren die aktuellen, bei Feuerwehren stationierten, Fahrzeugtypen vor. Gezeigt werden neben den für die nächsten Jahre in größerer Auflage geplanten Modellen des Löschgruppenfahrzeugs LF-KatS und Schlauchwagen SW-KatS auch ein ABC-Erkundungskraftwagen CBRN-ErkKW, ein Gerätewagen Dekontamination Personal GW-Dekon P sowie ein Einsatzleitwagen der Analytischen Taskforce ELW-ATF.

Fototermin
Mittwoch, 17. Mai 2017, 15.00 Uhr
Otto-von-Bismarck-Allee (in Höhe Paul-Löbe-Haus)
10557 Berlin


Hintergrund:
Die Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Baustein im Zivilschutz. Ihre Kernkompetenzen sind Brandschutz, Wasserversorgung, CBRN-Schutz & Dekontamination, Führung & Prävention sowie Technische Hilfeleistung. In der Brandschutzkomponente des Bundesausstattungskonzeptes sind von ursprünglich 955 Löschgruppenfahrzeugen durch Ausmusterungen nur noch 638 Fahrzeuge übrig. Rund  400 hiervon sind älter als 25 Jahre. In der Wasserversorgungskomponente sind 466 Schlauchwagen vorgesehen; nur 399 von ihnen sind aktuell vorhanden. In den vergangenen Jahren hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages kurzfristig weitere Mittel in Millionenhöhe bewilligt. Der Bund hat nun mit der neuen Konzeption Zivile Verteidigung einen aktualisierten Rahmen zur ergänzenden Ausstattung im Katastrophenschutz vorgelegt.


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Presseinformation vom 22. Mai 2017

Tanit Koch: „Interesse ohne Rücksicht ist Gaffertum“

7. Bundesfachkongress: Fachgespräch mit BILD-Chefin / Teilnehmerrekord

Berlin – „Unsere Gesellschaft lebt davon, dass wir uns füreinander interessieren. Wenn dies jedoch ohne Rücksicht auf die Opfer geschieht, setzt das Gaffertum ein“, erklärte Tanit Koch, Chefredakteurin der BILD-Zeitung, im Fachgespräch mit Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), beim 7. DFV-Bundesfachkongress. Neben den Themen „Umgang mit Gaffern“ und „Angriffe auf Einsatzkräfte“ stellte sich die Zeitungschefin auch Ziebs‘ Fragen zur medialen Aufarbeitung von besonderen Einsatzlagen: „Berichterstattung bei Terrorlagen ist kein Voyeurismus, sondern eine Information der Bevölkerung“, erläuterte sie ihren Standpunkt.

Das Fachgespräch bildete den Auftakt zum 7. Bundesfachkongress des DFV, bei dem 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland die vier Module zur Fortbildung nutzten. „Ich freue mich über den Teilnehmerrekord; dies zeigt, dass wir mit unserem Themenangebot ins Ziel getroffen haben“, sagte DFV-Präsident Ziebs zum Auftakt der Veranstaltung in Berlin.

Im Modul I „Technik“ befassten sich die Referenten mit aktuellen Neuerungen:

  • Drohnen können „multifunktionale Sensorträger zur Fernerkundung“ sein, erklärte Branddirektor Dr. Hauke Speth, Abteilungsleiter Aus- und Fortbildung der Berufsfeuerwehr Dortmund. Im Rahmen solcher Erkundungsmaßnahmen böten sich aber auch selbstdekontaminierende Sensoren für die Bestimmung der Ortsdosis oder Isotopen-Analysatoren an, erläuterte er die Einsatzmöglichkeiten der unbemannten ferngesteuerten Fluggeräte.
  • Branddirektor René Schubert, Amtsleiter der Feuerwehr Ratingen, stellte die Umsetzung der neuen Regelungen zum Trinkwasserschutz in die Praxis vor. Ziel solle es abschließend sein, dass „die erforderlichen technischen Bauteile in den Feuerlöscharmaturen verbaut werden, damit sich für die Feuerwehr keine Abläufe ändern“, so Schubert. Die abschließende Normung stehe noch aus, mit Zukunftsperspektive zuverlässige Beschaffungen seien dann möglich.


Im Modul II „Kommunikation“ stand der Umgang mit Krisen im Mittelpunkt:

  • Gert van Bortel, BASF-Werkfeuerwehr Ludwigshafen, beleuchtete das Explosionsunglück mit mehreren Toten: „Diejenigen, die mit unseren verletzten Kollegen in Kontakt gekommen sind, waren sehr schwer aktiv einzusetzen“, erklärte er im Hinblick auf die Betroffenheit der eigenen Kräfte. Die Nachsorge läuft weiter: „Es gibt hier nicht eine Lösung und das wird uns noch eine Zeit beschäftigen.“
  • Social-Media-Expertin Dajana Hoffmann erläuterte, wie Feuerwehren Krisen in den sozialen Medien bewältigen können. „Jede Lüge wird entlarvt. Es daher wichtig auf gleicher Augenhöhe mit Fans und Followern zu kommunizieren“, riet sie den Feuerwehr-Führungskräften. Die Community solle zudem nicht erst im Notfall aufgebaut werden, sondern vorher bereits auf den verschiedenen Plattformen etabliert sein.


Im Modul III „Ausbildung“ ging es um Rahmenbedingungen und gelebte Praxis:

  • „Wir müssen davon wegkommen, Stunden und Minuten zu sammeln, sondern Kompetenz vermitteln“, berichtete der Leitende Branddirektor Dr. Roland Demke, Leiter der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und Vorsitzender der Projektgruppe Feuerwehrdienstvorschriften, von der Überarbeitung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2. Aktuell werde kritisiert, dass „Feuerwehr“ für Quereinsteiger kaum mehr zu erlernen sei.
  • Michael Klein, Leiter der Projektgruppe „Kinder in der Feuerwehr“ von DFV und Deutscher Jugendfeuerwehr, stellte die Bedeutung von Kindergruppen in der Feuerwehr heraus: „Wir müssen die Lücke zwischen der Brandschutzerziehung und der Jugendfeuerwehr schließen.“ Was für Feuerwehrangehörige banaler Alltag sei, fasziniere Kinder.


Der Umgang mit besonderen Lagen war Thema des Moduls IV „Einsatz“:

  • „Zielgerichtetes und ergebnisorientiertes Arbeiten“ lag nach Ansicht von Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, dem gelungenen Einsatz am Breitscheidplatz zu Grunde. „Dazu gehörte, sich während des laufenden Einsatzes bereits der durch die Umstände hervorgerufenen psychischen Belastung bewusst zu werden und frühzeitig für eine professionelle Nachbereitung zu sorgen“, resümierte er die Terrorlage.
  • „Nicht Terror per se ist verantwortlich für Angst von Einsatzkräften, sondern die Terrorvermutung“, berichtete Leitender Branddirektor Thomas Lembeck, Vorsitzender des Arbeitskreises Ausbildung der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren. Ein wichtiger Faktor für die professionelle Arbeit der Feuerwehrangehörigen vor Ort sei daher der Informationsfluss: Alle sollten den gleichen Wissensstand haben.


Die Präsentationen der Referierenden werden, soweit möglich, unter www.feuerwehrverband.de/bundesfachkongress.html zum Download gestellt. Der nächste Bundesfachkongress findet am Donnerstag, 13. September 2018, statt.


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Presseinformation vom 12. Mai 2017

Gesetz und Gemeinschaft verstärken Respekt

Bundesrat: Angriff auf Einsatzkräfte, Gaffen, Blockieren von Rettungsgasse

Berlin – „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, dass diese Gesetzesverschärfung nun beschlossen wurde“, freut sich Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), über die heute durch den Bundesrat verabschiedete Änderung des Strafgesetzbuches zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften. „Gesetze verändern aber noch nicht den Respekt gegenüber Einsatzkräften. Erst durch gemeinsam getragene Bündnisaktionen in der Bevölkerung wird uns dies gelingen“, bekräftigt DFV-Präsident Ziebs seine Forderung nach weiteren Maßnahmen zur Achtung vor den Helferinnen und Helfern. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte die Verschärfung des Gesetzes engmaschig begleitet.

Das Gesetz sieht vor, dass der Schutz von Feuerwehrangehörigen verbessert wird: Der tätliche Angriff auf diese soll als selbstständiger Straftatbestand (neu: § 114 StGB-E) mit einem verschärften Strafrahmen einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren ausgestaltet werden. „Weiterhin werden die Regelbeispiele des § 113 Absatz 2 StGB erweitert, um dem erhöhten Gefährdungspotential für das Opfer angemessen Rechnung zu tragen. Zum einen liegt künftig in der Regel ein besonders schwerer Fall auch dann vor, wenn der Täter oder ein anderer Beteiligter eine Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt und (noch) keine Absicht besteht, diese bzw. dieses zu verwenden. Zum anderen soll in der Regel ein besonders schwerer Fall vorliegen, wenn die Tat mit einem anderen Beteiligten gemeinschaftlich begangen wird“, heißt es im Gesetzestext.

Kräfte der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes und der Rettungsdienste sind Vollstreckungsbeamten damit hierbei gleichgestellt. Der neue Paragraph 115 StGB-E soll künftig auch den Schutz der Feuerwehrangehörigen regeln.

Strafen für Gaffer und Rettungsgasse-Blockierer

Außerdem stellt das Gesetz auch das Gaffen an Unfallstellen oder Blockieren einer Rettungsgasse unter Strafe. Hierfür sorgt eine neue Strafvorschrift „Behinderung von hilfeleistenden Personen“. Dabei knüpft die Strafbarkeit allein an das Behindern einer hilfeleistenden Person an. Es kommt hierbei nicht darauf an,  ob  sich  dieses  Verhalten  konkret  negativ  auf  die  Person  oder  die  Sache  auswirkt, der die Hilfeleistung zu Gute kommen soll. Der Bundesrat hatte sich im Mai vergangenen Jahres für die Strafbarkeit von Gaffen ausgesprochen und einen eigenen Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, den der Deutsche Feuerwehrverband bereits damals begrüßt hatte.

Das Gesetz tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft.


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Presseinformation vom 18. Mai 2017

„Tradition der Feuerwehr ist gutes Stück Deutschland“

Bundeskanzlerin zollt Einsatzkräften Respekt / Ehrungen bei Berliner Abend

Berlin – „Dass wir die Tradition der Freiwilligen Feuerwehren seit Mitte des 19. Jahrhunderts so erhalten konnten, ist ein gutes Stück Deutschland. Sie haben einen festen Platz in unseren Herzen – wir alle wollen sicher leben und sind dankbar, dass es Sie gibt“, zollte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Feuerwehren Respekt. Sie sprach im Rahmen des 12. Berliner Abends der deutschen Feuerwehren in Berlin zu mehr als 350 Feuerwehr-Führungskräften aus ganz Deutschland.

„Wir fordern, dass unsere Mitmenschen den Feuerwehrkräften mit Wertschätzung begegnen“, kommentierte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), angesichts des jüngst beschlossenen Gesetzes zur Strafverschärfung bei Angriffen auf Einsatzkräfte. „Frau Bundeskanzlerin, lassen Sie uns diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung gemeinsam anpacken!“, wandte er sich an die Regierungschefin. „Jede einzelne Tat ist ein Angriff auf die öffentliche Sicherheit. Wir hoffen, dass eine Verschärfung der Strafen Anlass zu mehr Besonnenheit gibt“, erwiderte Merkel.

„Terroranschläge belasten die Rettungskräfte in besonderem Maße. Wir stellen uns dieser Herausforderung und passen unsere Taktik ständig an. Wir sind Partner der inneren Sicherheit, wir sind Teil der Sicherheitsarchitektur“, bekräftigte DFV-Präsident Ziebs mit Blick auf den ebenfalls anwesenden Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete, 350 Feuerwehr-Führungskräfte aus ganz Deutschland sowie Gäste aus Verwaltung und Wirtschaft nutzten beim 12. Berliner Abend des DFV die parlamentarische Gesprächsplattform in der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten. Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr,  freute sich über die etablierte Veranstaltung.

DFV-Präsident Hartmut Ziebs zeichnete Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel als Dank für ihren Einsatz für die Feuerwehren mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold aus. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erhielt für sein Engagement das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Bilder der Veranstaltung werden unter www.feuerwehrverband.de/bilder zur Verfügung gestellt.


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