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Presseinformation vom 22. April 2022

Bevölkerung über richtiges Verhalten im Katastrophenfall informieren

Erfolgreiche Onlinefortbildung zur Rolle der Brandschutzerziehung / Nächste Veranstaltung: 19. Mai, Thema Erfahrungen mit Social Media

Berlin – Wie können die Akteure der Brandschutzerziehung auch zum richtigen Verhalten der Bevölkerung in Katastrophenlagen beitragen? Vor dem Hintergrund der Extremwetterlage des Sommers 2021 im Westen Deutschlands, aber auch anderer Katastrophenlagen mit teils tagelangen Auswirkungen stand diese Frage im Mittelpunkt der aktuellen Onlinefortbildung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Referent war Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes. Knapp 190 Personen nahmen an der kostenfreien Veranstaltung teil und nutzten die Gelegenheit zum Fachaustausch mit dem Experten.
 
Kircher erklärte, dass die Bevölkerung bei Warnungen auch wissen müsste, wie nun richtig zu handeln sei. „Die Menschen müssen die Warnung in die richtige Handlung umsetzen, um die Folgen der Betroffenheit zu minimieren“, sagte er. Dazu sei es nötig, die – umfangreich vorhandenen – Materialien zur Information auch vorab an die Personen zu bringen: „Die Personen, die es betrifft, wissen meist nicht, dass es solche Materialien gibt oder sie suchen erst, wenn es zu spät ist!“ Frieder Kircher empfahl die Einbindung von Kräften, die bereits in der Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung aktiv und entsprechend vernetzt sind. „Feuerwehrleute werden in der Bevölkerung als Experten akzeptiert!“, bekräftigte er.
 
Derzeit ist der Deutsche Feuerwehrverband in engen Abstimmungsgesprächen mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) aktiv. Der DFV hatte bereits kurz nach den Starkregenereignissen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen angeboten, das Netzwerk der Brandschutzerziehung der Feuerwehr auch für die Aufklärung zu Katastrophenlagen zu nutzen. „Wir nehmen die heute gewonnenen Hinweise und Erkenntnisse mit in die weiteren Planungen“, sagte Kircher zu.
 
Im Anschluss an das Referat des Brandschutzerziehungsexperten hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer digitalen Erfahrungsaustausch betrieben. Hierbei wurden Vorschläge gemacht, wie man die Bevölkerung erreichen kann – etwa durch die verstärkte Einbindung von Fernsehen und Radio oder bei Neuzugezogenen über ein Begrüßungsschreiben, in dem dann auch Handlungsempfehlungen bei Notfällen eingebunden sind. Erfahrungen mit der Implementierung von feuerwehraffinen Themen in Lehrpläne wurden ebenso ausgetauscht wie internationale Berichte beispielsweise zu Schulungen in den USA oder Österreich. Auch Befürchtungen, dass durch eine inflationäre Verwendung von Warnungen der jeweilige Effekt minimiert wird, kamen zur Sprache. „Praktiker in der Vermittlung von Krisenwissen müssen kurze, prägnante Handlungsanweisungen kommunizieren“, resümierte Frieder Kircher abschließend.
 
Die nächste kostenfreie Onlinefortbildung des DFV findet am Donnerstag, 19. Mai 2022, von 18 bis 19 Uhr statt. Das Thema lautet „Erfahrungen mit Social Media – FeuerwehrWilli gibt Hilfestellungen!“ Referent ist der als „FeuerwehrWilli“ in den sozialen Medien bekannte Feuerwehrmann André Willer (https://feuerwehrwilli.de/). Inhaltlich werden die Punkte Technik, Formate, Unterschiede von Instagram, YouTube, Facebook und Tiktok sowie Informationen zur Tontechnik behandelt. Anschließend bleibt wie immer Zeit für Fragen aus dem Publikum. Die Anmeldung ist jetzt unter https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltung/onlinefortbildung-erfahrungen-mit-social-media/ möglich. Allen Personen, die teilgenommen haben, werden im Anschluss ein Zertifikat sowie die Präsentation des Vortrags zur Verfügung gestellt.


Pressekontakt:
Silvia Oestreicher
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Reinhardtstraße 25
10117 Berlin
Telefon (030) 28 88 48 8-23
Telefax (030) 28 88 48 8-09
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Presseinformation vom 22. April 2022

29. Deutscher Feuerwehrtag: Jetzt anmelden für DFV-Fachveranstaltungen

Feuerwehr-Zukunftskongress, Symposium „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ und ZdT-Projekttagung in Hannover

Berlin / Hannover – Der 29. Deutsche Feuerwehrtag ist die perfekte Gelegenheit zum fachlichen Austausch unter Feuerwehrangehörigen: „Melden Sie sich jetzt für unsere Fachveranstaltungen an – das lohnt sich!“, wirbt Frank Hachemer, zuständiger Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Der prall gefüllte Terminplan vom 20. bis 25. Juni 2022 beinhaltet mehrere hochkarätig besetzte Veranstaltungen, für die nun die Anmeldung über www.feuerwehrtag.de möglich ist:
 
Zukunftskongress zur Steigerung der Resilienz
 
Der Deutsche Feuerwehrverband will mit der Ausrichtung des „Zukunftskongresses“ eine strategische Diskussion für zukünftige Herausforderungen in allen Bereichen der Gefahrenabwehr starten, um erforderliche Zieldefinitionen zeitgerecht einzuleiten und eine weitgehende Realisierung mittelfristig zu ermöglichen. Erstmals findet diese Veranstaltung im Rahmen des 29. Deutschen Feuerwehrtages und der INTERSCHUTZ am Donnerstag, 23. Juni 2022, von 10 bis 16 Uhr in Hannover (Convention Center Messegelände) statt. Im Mittelpunkt steht diesmal die Steigerung der Resilienz. „Vor allem junge Menschen aus allen Bereichen der Gefahrenabwehr sind aufgefordert, sich inhaltlich einzubringen und aktiv an den Diskussionen teilzunehmen.  Zahlreiche Führungskräfte aus den Reihen der Feuerwehren stehen für Diskussionen und Impulse parat“, wirbt Hachemer. Der Kongress wird in Kooperation mit der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes durchgeführt. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 29 Euro pro Person. Ein Messeticket ist separat zu erwerben.
 
Symposium „Gewalt gegen Einsatzkräfte“
 
Praktisch täglich sind Einsatz- und Rettungskräfte in Deutschland Beleidigungen bis hin zu tätlichen Angriffen ausgesetzt. Das ergaben mehrere Studien der letzten Jahre. Um die Öffentlichkeit für das Thema zu sensibilisieren, findet am Freitag, 24. Juni 2022, von 10 bis 12.30 Uhr ein Symposium im Convention Center auf dem Messegelände Hannover statt. Die Veranstaltung ist Teil des 29. Deutschen Feuerwehrtags und des DFV-Programms auf der Messe INTERSCHUTZ. In Impulsen und einer Podiumsdiskussion wird der Fokus auf die Opfer von (non-)verbaler und physischer Gewalt gelegt. „Vertreter aus Feuerwehr, Politik und Justiz werden gemeinsam überlegen, wie der Schutz und die Unterstützung der Betroffenen verbessert werden kann“, berichtet der Vizepräsident. Wo liegen die Ursachen für Auseinandersetzungen? Warum werden Angriffe kaum vor Gericht geahndet? Welche Konsequenzen sollten Ausbildungs- und Führungskräfte ziehen, um den Einsatz für Menschenleben dauerhaft sicher und attraktiv zu halten? Das Symposium wird im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ des Bundesministeriums des Innern und für Heimat veranstaltet. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Ein Messeticket ist separat zu erwerben.
 
Tagung „Zusammenhalt durch Teilhabe“: Gemeinsam für Verständigung und gegen Ausgrenzung in der Feuerwehr
 
Zwölf Projekte der Feuerwehrverbände engagieren sich im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) für demokratische Teilhabe und Extremismusprävention in der Feuerwehr. Ihre öffentliche Tagung am Freitag, 24. Juni, von 14 bis 16 Uhr hat verschiedene Ziele: Nachdem sich die Projekte über die bisherige INTERSCHUTZ-Woche am DFV-Gemeinschaftsstand der Öffentlichkeit vorgestellt haben, wird Lan Böhm, Leiterin der Regiestelle innerhalb der Bundeszentrale für politische Bildung, zunächst das ZdT-Bundesprogramm vorstellen. Anschließend sollen auf dem Podium der Tagung relevante Fragen beantwortet werden, die während der Messe im Standbereich „Sag’s deinem Verband“ gesammelt wurden. Abschließend referiert die Hamburger Autorin Jennifer Teege über das Thema Alltagsrassismus, mit dem sich die ZdT-Projekte ebenfalls beschäftigen. „Gemeinsam wollen wir überlegen, wie wir als Verband für eine integrative Atmosphäre sorgen können, in der sich alle Mitglieder wohlfühlen“, erläutert DFV-Vizepräsident Frank Hachemer. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Ein Messeticket ist separat zu erwerben.
 
Hinweis für die Presse:
Zur Akkreditierung als Pressevertreter melden Sie sich bitte bis zwei Tage vor der Veranstaltung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit entsprechendem Nachweis. Bitte beachten Sie, dass Sie zudem einen Zugang zur Interschutz benötigen. Diese Akkreditierung findet durch die Deutsche Messe AG statt.


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Presseinformation vom 05. April 2022

Neuer Alarmierungsweg: Notruf-App für Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung

Online-Fortbildung des DFV informierte über Hintergrund und Technik von „nora“

Berlin – Es ist eine erschreckende Vorstellung: Es brennt in meiner Wohnung und ich kann keine Hilfe holen, da mich niemand versteht. Die Notruf-App „nora“ bietet Menschen mit Hör- und Sprachbehinderung seit letztem Herbst die Möglichkeit, Hilfe auch ohne ein Telefonat zu holen. Branddirektor Carsten Schneider, stellvertretender Leiter Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn, war für die Feuerwehren als Mitglied der Expertengruppe Leitstellen und Notruf direkt bei der Entwicklung der neuen App dabei. Er berichtete nun in einer Online-Schulung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) von der Entwicklung und Verwendung des neuen Alarmierungsweges, der deutschlandweit eine direkte Verbindung in die Leitstellen von Feuerwehr/Rettungsdienst und Polizei bietet. 150 Personen nutzten die Gelegenheit zur kostenfreien Fortbildung.
 
Schneider berichtete praxisnah vom politischen Hintergrund und der technischen Realisierung der App-Entwicklung und erklärte den Zusammenhang mit den Forderungen nach gleichwertigen Kommunikationswegen aus EU-Universaldienstrichtlinie und UN-Behindertenrechtskonvention. Diese war über das bisherige Notruf-Fax nur unzureichend erfüllt. Mit der App bietet sich jetzt jedoch auch die Möglichkeit, flexibel etwa unterwegs einen Verkehrsunfall, einen medizinischen Notfall oder einen Brand zu melden. Herausforderungen in der Entwicklung waren nicht nur die technischen Anforderungen wie die Ausfallsicherheit oder die IT-Sicherheit, sondern auch die mögliche Parallelität der Ereignisse, wenn etwa bei einer flächendeckenden Unwetterkatastrophe viele Menschen parallel über die App einen Notruf absetzen wollen.
 
Mit wenigen Auswahloptionen dispositionsfähiges Ergebnis erzielen
 
„Die Notrufabfrage ist als sich verzweigender Baum in die App eingebaut. Mit maximal fünf Abfrageebenen, in denen jeweils wiederum höchstens fünf Auswahloptionen angeboten werden, wird ein dispositionsfähiges Ergebnis erzielt“, berichtete Schneider. Der Experte ist Mitglied im DFV-Fachausschuss „Leitstellen und Digitalisierung“. Während der Fortbildung führte er beispielhaft eine Abfrage mit anschließendem Chat zur Nachfrage durch die Leitstelle vor. In der App stellt der User nach dem Herunterladen ein, ob telefonische Rückfragen – etwa zum genauen Ort des brennenden Fahrzeugs – möglich sind.
 
Derzeit sind rund 200.000 Personen bei „nora“ registriert. Seit Einführung der App wurden gut 7.000 reale Notrufe über das System ausgelöst. Derzeit werden App-Notrufe in den Leitstellen über eine Web-Anwendung abgefragt. „Anfang nächsten Jahres soll die direkte Schnittstelle in die Leitstellensysteme kommen, so dass die Daten dort direkt abrufbar sind. Das ist möglicherweise auch für die Priorisierung von Einsätzen etwa bei größeren Flächenlagen interessant“, erläuterte der Branddirektor und betonte, dass hierbei allerdings viel Fingerspitzengefühl nötig sei.
 
Schneider beantwortete die Rückfragen von Teilnehmern der DFV-Onlinefortbildung. Er erklärte unter anderem, dass die App derzeit auf Deutsch und Englisch (ohne Chat) verfügbar ist und die Nutzung ohne vorhandenes Datenvolumen des Users nicht möglich ist. Der Experte verwies zudem auf die Webseite www.nora-notruf.de, auf der zahlreiche Informationen rund um die Notruf-App verfügbar sind.
 
Jetzt anmelden für nächste DFV-Online-Fortbildung
 
Die nächste kostenfreie Online-Fortbildung des Deutschen Feuerwehrverbandes findet am Mittwoch, 20. April 2022, von 18 bis 19 Uhr statt. Referent ist Frieder Kircher, Vorsitzender des Gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung des Deutschen Feuerwehrverbandes und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes. Er widmet sich der Frage, wie die Brandschutzerziehung zum richtigen Verhalten in Katastrophenlagen beitragen kann. Die Anmeldung ist bereits jetzt möglich unter https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltung/onlinefortbildung-brandschutzerziehung-fuer-katastrophenfall/.


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Presseinformation vom 19. April 2022

Vernetzung bei Messe, Symposium und Spitzentreffen

Deutscher Feuerwehrverband mit Projekt „Faktor 112“ bei RETTmobil INTERNATIONAL

Berlin / Fulda – Fulda ist nicht nur mitten in Deutschland, sondern vom 11. bis 13. Mai 2022 auch das Zentrum des Feuerwehr- und Rettungswesens: Dann findet dort die Messe „RETTmobil INTERNATIONAL“ statt – natürlich mit Beteiligung des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). „Wir nutzen die RETTmobil schon immer gerne für den Austausch und die Vernetzung“, erklärt DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. Der Deutsche Feuerwehrverband ist mit seinem Projekt „Faktor 112“ aus dem Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) des Bundesinnenministeriums zum Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte in Halle F, Stand 1205 präsent. Dort gibt es auch beim Versandhaus des DFV einen kostenfreien Aufkleber mit dem Slogan „Keine Gewalt gegen Einsatzkräfte“.

Der Deutsche Feuerwehrverband informiert auf der RETTmobil INTERNATIONAL zudem über Inhalte wie Extremismusprävention in der Feuerwehr und die Aktivitäten der Landesfeuerwehrverbände im ZdT-Programm. Interessierte Feuerwehrangehörige können den neu aufgelegten Leitfaden für Feuerwehren erhalten. Mit dem Programm „Zusammenhalt durch Teilhabe“ möchte das Bundesministeriums des Innern und für Heimat vor allem demokratische Projekte im ländlichen Raum und in strukturschwachen Gebieten fördern. Informationen online: https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/faktor-112/.

Im Rahmen der Messe richtet der DFV erneut das Spitzentreffen der Blaulichtorganisationen aus. „Hier beschäftigen uns vor allem der Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die Starkregen- und Hochwasserereignisse des vergangenen Jahres haben deutlich gezeigt, dass hier Bedarf an verbesserter Technik, Kommunikation und auch Warnung der Bevölkerung besteht“, berichtet der DFV-Präsident.

In Fulda findet zum am 12. Mai das 8. Symposium „Hilfe für Helferinnen und Helfer in den Feuerwehren“ der DFV-Stiftung „Hilfe für Helfer“ mit Unterstützung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) statt. „Die Pandemie hat die starke Weiterentwicklung digitaler Angebote im Bevölkerungsschutz wesentlich mit ausgelöst. Das gilt auch für PSNV-Fachbedarfe. Insofern ist es folgerichtig, dass wir auf diesem Symposium die Frage der Digitalisierung – sowohl ihre Chancen als auch ihre Risiken – mit besonderem Blick auf die psychosozialen Herausforderungen für Helferinnen und Helfer diskutieren“, wirbt BBK-Präsident Armin Schuster für die Teilnahme am Symposium. Die Veranstaltung wird unterstützt durch das DFV-Projekt „Faktor 112“ und Mercedes-Benz. Information und Anmeldung: https://www.feuerwehrverband.de/dfv/hfh-vorstellung/hfh-symposien/.


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Presseinformation vom 04. April 2022

Feuerwehrverband gibt Tipps für sicheres Osterfeuer

Anmelden, beaufsichtigen, kontrollieren / Flammenfalle für Tiere vermeiden

Berlin – Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause gibt es jetzt vielerorts wieder traditionelle Osterfeuer. „Wer ein Osterfeuer durchführt, sollte sich unbedingt vorher informieren und die Sicherheitsvorschriften einhalten, damit die Feuerwehren nicht aufgrund unsachgemäßer Durchführung alarmiert werden“, appelliert Hermann Schreck, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).
 
Der Deutsche Feuerwehrverband gibt deshalb folgende Sicherheitstipps zum Osterfeuer:

  • Vergessen Sie nicht, Ihr Osterfeuer bei der dafür örtlich zuständigen Behörde (häufig das Ordnungsamt) anzumelden – Sie vermeiden so einen ärgerlichen Fehleinsatz der Feuerwehr, der unter Umständen gebührenpflichtig ist.
  • Verwenden Sie nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz. Denken Sie daran, das Brennmaterial kurz vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, damit Ihr Osterfeuer nicht zur Flammenfalle für Tiere wird.
  • Halten Sie eine Zufahrt für die Feuerwehr und den Rettungsdienst frei. Der Sicherheitsabstand wegen Rauch und Hitze sollte mindestens 50 Meter zu Gebäuden und Bäumen und mindestens 100 Meter zu Straßen betragen. Windrichtung beachten!
  • Seien Sie vorsichtig beim Anzünden. Brennbare Flüssigkeiten als Brandbeschleuniger bergen ein hohes Risiko!
  • Offenes Feuer muss grundsätzlich beaufsichtigt werden. Sorgen Sie dafür, dass das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Passen Sie auf kleine Kinder auf. Sie unterliegen schnell der Faszination des Feuers und unterschätzen die ihnen unbekannte Gefahr.
  • Strohballen können sich allein durch die Hitzestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit.
  • Kleinere Verbrennungen kühlen Sie sofort mit Wasser: Maximal zehn Minuten lang (Leitungswassertemperatur 10 bis 20 Grad Celsius). Bei großflächigen Verbrennungen und auf der Haut haftenden Substanzen sollte nur primär abgelöscht werden. Alarmieren Sie sofort den Notarzt über die Notrufnummer 112!
  • Verlassen Sie als Veranstalter bzw. Zuständiger die Feuerstelle nur, wenn sie komplett erkaltet ist. Gegebenenfalls muss auch nach Ende der Veranstaltung weiterhin kontrolliert werden, dass es nicht zu Funkenflug oder ähnlichem kommt.
  • Sollte Ihnen Ihr Feuer außer Kontrolle geraten, so zögern Sie nicht, sofort die Feuerwehr über Notruf 112 zu alarmieren. Die mehr als eine Million Männer und Frauen in den deutschen Feuerwehren sind auch über Ostern rund um die Uhr einsatzbereit, um in Not und Gefahr zu helfen.

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Presseinformation vom 11. April 2022

Klare Handhabe gegen Extremismus in der Feuerwehr

Deutscher Feuerwehrverband veröffentlicht zwei Handreichungen zum Umgang

Berlin – „Gefahr erkennen – Spezialkräfte anfordern – Maßnahmen ergreifen“ – unter dieser an die Taktik im Gefahrguteinsatz angelehnten Überschrift informieren ab sofort zwei Handreichungen des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) zum Umgang mit Extremismus innerhalb der Feuerwehr. „Extremismus hat bei uns in den Feuerwehren keinen Platz. Deshalb brauchen wir eine klare Handhabe, wie wir darauf reagieren. Mit diesen Handreichungen wollen wir den Feuerwehren weitere Hilfestellung geben, um die konsequente Überzeugung in die Praxis umzusetzen“, erklärt DFV-Vizepräsident Frank Hachemer, der die Erarbeitung begleitet hat.

Während sich der Leitfaden dafür eher an die Führungskräfte richtet, soll der Flyer allen Feuerwehrangehörigen Orientierung bei diesem Thema bieten. Inhalt der Dokumente sind Hinweise, wie Extremismus bei Kameradinnen und Kameraden erkannt werden kann und wie sich das weitere Vorgehen gestalten soll. Zielgruppe sind alle, die sich mit extremistischen Erscheinungen auseinandersetzen möchten. Darunter fällt politischer sowie religiöser Fundamentalismus. Zum Download stehen die Handreichungen unter https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/vielfalt/.

Die Arbeitsgruppe „Umgang mit extremistischen Einzelfällen in der Feuerwehr“, die aus dem Runden Tisch „Extremismus“ hervorgegangen war, hat die beiden Handreichungen erarbeitet. Diese wurden durch das Projekt „Faktor 112“ überarbeitet und mit den Landesfeuerwehrverbänden abgestimmt. Sie werden auch die Arbeit der Projekte im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ (ZdT) des Bundesministeriums des Innern und für Heimat unterstützen. Bei allen weiteren Fragen zum Thema können sich Interessierte an den jeweiligen Landesfeuerwehrverband oder, wenn vorhanden, an dessen jeweiliges ZdT-Projekt wenden. Kontaktdaten hierzu sowie weitere Informationen zu „Faktor 112“ gibt es unter https://www.feuerwehrverband.de/kampagnen/faktor-112/.

„Diese Handlungsanweisungen können die ersten in einer Reihe sein, mit der wir Hilfestellung beim Thema innerverbandlicher Demokratie bieten möchten“, blickt DFV-Vizepräsident Hachemer in die Zukunft. 


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