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Presseinformation vom 10. März 2017

Feuerwehrverband begrüßt Drohnenverordnung

Feuerwehr-Drohnen erlaubnisbefreit / Gaffen über Einsatzstellen verboten

Berlin – Schneller Einsatz von Feuerwehr-Drohnen, keine Gaffer aus der Luft – der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) begrüßt die heute im Bundesrat beschlossene „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“. „Hiermit wird der Einsatz so genannter Drohnen verbindlich geregelt und Rechtssicherheit für die Feuerwehren geschaffen“, erklärt DFV-Vizepräsident Lars Oschmann. Der Deutsche Feuerwehrverband hatte nach Prüfung durch seine zuständigen Fachgremien sowie durch Feuerwehren mit entsprechenden Einsatzerfahrungen in einer Eingabe gegenüber dem Bundesverkehrsministerium auf Besonderheiten der Feuerwehren unter anderem in den Punkten „Erlaubnispflicht“ und „Betriebsverbot“ hingewiesen und eine Nachbesserung des Entwurfs eingefordert.

„Dem ist nun entsprochen worden: Feuerwehren sind von der Nachweispflicht nach § 21a Abs. 4 ausgenommen“, erläutert Oschmann. Die beschlossene Verordnung lautet wie folgt: „Keiner Erlaubnis […] und keines Nachweises […] bedarf der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen durch oder unter Aufsicht von Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Zusammenhang mit Not- und Unglücksfällen sowie Katastrophen.“ (§ 21a (2)) In der Bundesrat-Drucksache wird dies damit erläutert, dass Feuerwehren als Organisationen mit Sicherheitsaufgaben von der Erlaubnispflicht für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen ausdrücklich ausgenommen werden, sofern der Einsatz in Zusammenhang mit Not- und Unglücksfällen und Katastrophen stattfindet. Auch präventive Einsätze etwa zur Lageerkundung bei Großveranstaltungen zählen dazu. Erfasst ist hierbei auch der Betrieb zu Ausbildungs- und Übungszwecken. Die Verordnung deckt auch den Betrieb „unter Aufsicht“ ab. „Hiermit werden die Fälle erfasst, in denen die Behörden über keine eigenen Geräte verfügt, sondern sich diese zur Verfügung stellen lässt. In diesen Fällen beaufsichtigt sie den Einsatz und trägt die Verantwortung“, so die Erläuterung.

Die Verordnung regelt auch, wo der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen verboten ist: „Der Betrieb […] ist verboten […] über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von Menschenansammlungen, Unglücksorten, Katastrophengebieten und anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben […]. (§ 21b (2)) Auch hier sind die Feuerwehren explizit ausgenommen. „Dies ermöglicht zum einen, den Luftraum für die Einsatzerkundung frei zu halten, zum anderen wird das Gaffen aus der Luft verboten“, bewertet Oschmann.

Ein Verbot gilt zudem für den Betrieb außerhalb der Sichtweite des Steuerers […], sofern die Startmasse des Geräts fünf Kilogramm und weniger beträgt. Auch hiervon sind die Feuerwehren für Einsatz und Ausbildung ausgenommen. „Somit können Drohnen etwa auch zur Erkundung hinter einer Rauchsäule oder in verqualmten Bereichen eingesetzt werden, wo ansonsten eine Lageerkundung nicht oder nur mit erheblich höherem Aufwand möglich wäre“, begrüßt Oschmann die Regelung.

Die Verordnung wird nun der Bundesregierung zugeleitet, die nach dem Willen des Bundesrats noch einige Änderungen einbringen soll – unter anderem fordern die Länder, Drohnenflüge auch in der Nähe von Krankenhäusern zu verbieten, um Kollisionen mit Rettungshubschraubern zu verhindern. Dann kann die Bundesregierung die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt betreiben; am Tag nach der Verkündung soll die Verordnung dann größtenteils in Kraft treten.


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Presseinformation vom 09. März 2017

Beirat aktuell: Terror, Digitalisierung und Integration

Sitzung zu Herausforderungen der Feuerwehr / 14 neue Förderkreis-Mitglieder

Berlin – Terror, Digitalisierung und Integration – der Beirat des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) befasste sich bei seiner Sitzung in Berlin mit den aktuellen Herausforderungen der Feuerwehren. „Wir müssen stets aus den gemachten Erfahrungen lernen und die neuen Erkenntnisse in unsere Taktik einfließen lassen“, erklärte DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Wilfried Gräfling, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, ließ die Beiratsmitglieder eindrucksvoll an der Aufarbeitung des Einsatzes nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz teilhaben. „Es war wichtig, früh mit den Einsatzkräften zu sprechen, um sie aus der teilweisen Hilflosigkeit herauszuholen“, resümierte er auch die große psychologische Tragweite. Gräfling berichtete von einer sehr dynamischen Lage und einer hohen Einsatzbereitschaft aller Kräfte.

Wie wirkt sich die Weiterentwicklung der modernen Technologien auf die Feuerwehren aus? Gemeinsam mit den Beiratsmitgliedern diskutierte Dr. Olaf Grebner, Gründer von mobilion.eu, über die Auswirkungen der Digitalisierung. Grebner forderte die Feuerwehren auf, ihre Anforderungen bei der Entwicklung „smarter“ Geräte aktiv zu gestalten – damit etwa künftig die vernetzte Technik eines Hauses die Einsatzkräfte bei einem Wohnungsbrand genau informieren kann, in welchen Räumen sich noch Personen befinden. „Wie funktioniert das auf dem Land ohne Netzabdeckung?“ „Schreckt die zunehmende Digitalisierung Ehrenamtliche ab, oder können wir damit neue Zielgruppen für das Engagement begeistern?“ „Wo führt die technische Entwicklung hin – bedient der Strahlrohrführer künftig auch die Pumpe?“ Die Beiratsmitglieder ermöglichten durch den Erfahrungsaustausch wichtige Einblicke in die Entwicklungsprozesse der Industrie.

Am konkreten Beispiel der Integration von Geflüchteten zeigte DFV-Präsident Hartmut Ziebs auf, wie Menschen durch das Engagement in der Feuerwehr in die Gesellschaft aufgenommen werden. „Es ist keine Kernaufgabe der Feuerwehr, Flüchtlinge zu betreuen – aber eine Riesenchance, Menschen in die Feuerwehr zu integrieren“, erklärte er. Der Deutsche Feuerwehrverband sei auch hier für die Expertise der Beiratsmitglieder dankbar, die durch ihre Verknüpfung von Politik und Wirtschaft wichtige Impulse für vorausschauende Planung und aktives Handeln geben. Den Beirat des Verbandes bilden aktuell 99 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie beraten den DFV, stellen Kontakte her und unterstützen insbesondere Projekte.

Ehrung für Bundestagsabgeordnete Gädechens und Reichenbach


Für ihr langjähriges Engagement im DFV-Beirat zeichnete DFV-Präsident Hartmut Ziebs die Bundestagsabgeordneten Ingo Gädechens und Gerold Reichenbach mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber aus. Hartmut Ziebs dankte Ingo Gädechens vor allem für seine Expertise im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit, die er in den Verteidigungsausschuss einbringt. Gerold Reichenbach ist als Katastrophenschutz-Spezialist, der selbst ehrenamtlich aktiv ist, Türöffner etwa zum Innenausschuss des Bundestages.

DFV-Förderkreis mit 14 neuen Mitgliedern

„Ihr Engagement im Förderkreis ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung, die die von Ihnen vertretenen Unternehmen und Organisationen sowie Sie persönlich dem Ehrenamt der Feuerwehr entgegenbringen!“, dankte Prof. Dr. Albert Jugel den 14 neuen Mitgliedern des Förderkreises des Deutschen Feuerwehrverbandes. Jugel ist Initiator und Vorsitzender des Förderkreises, der aktuell 79 Mitglieder zählt. Seit der Gründung 2004 ermöglicht diese Förderung dem Deutschen Feuerwehrverband zukunftssichernde Initiativen für das flächendeckende System der helfenden Hände in Deutschland. „Diese finanzielle Unterstützung ist wichtig für uns“, bedankte sich DFV-Präsident Hartmut Ziebs bei den Mitgliedern des Förderkreises während der Mitgliederversammlung im Vorfeld der Beiratssitzung.

Bilder der Veranstaltung können unter www.feuerwehrverband.de/bilder heruntergeladen werden. Weitere Informationen zu Beirat und Förderkreis gibt es auf der Webseite des Verbandes unter www.feuerwehrverband.de/beirat.html bzw. www.feuerwehrverband.de/foerderkreis.html.


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Presseinformation vom 17. Februar 2017

Jetzt für Bundesfachkongress des DFV anmelden!

Vier spannende Module bei Feuerwehr-Fortbildung am 18. Mai 2017 in Berlin

Berlin – „Melden Sie sich jetzt an!“, wirbt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), für die Teilnahme am 7. Bundesfachkongress des DFV am Donnerstag, 18. Mai 2017, in Berlin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können hierbei aus vier Modulen wählen: Vormittags bietet der DFV mit dem Modul „Technik“ Einblicke in die aktuellen Bereiche Einsatzmöglichkeit von Drohnen und Regelungen zum Trinkwasserschutz. Das Modul „Kommunikation“ beleuchtet neben dem Explosionseinsatz in Ludwigshafen die Krisenkommunikation in sozialen Netzwerken. Am Nachmittag gibt es im Modul „Ausbildung“ einen Ideenaustausch zur Überarbeitung der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 sowie den aktuellen Sachstand zur Bedeutung von Kindergruppen in der Feuerwehr. Mit der Terrorlage am Berliner Breitscheidplatz und dem Verhalten von Einsatzkräften nach einem Anschlagsereignis befasst sich das Modul „Einsatz“.

Der 7. Bundesfachkongress des Deutschen Feuerwehrverbandes findet am Donnerstag, 18. Mai 2017, von 9 bis 16 Uhr in Berlin-Mitte statt. Zielgruppe sind Führungskräfte, Funktionsträger und weitere interessierte Feuerwehrangehörige. Die Teilnahme am Bundesfachkongress kostet 169 Euro pro Person (darin enthalten: Kongressteilnahme, Getränke und Tagungsimbiss, Teilnahmezertifikat). Fördermitglieder des Deutschen Feuerwehrverbandes erhalten 50 Prozent Rabatt. Studierende, Schüler und Auszubildende erhalten auf Nachweis einen Rabatt von 11,2 Prozent. Die Plätze sind begrenzt und werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Veranstaltungsort des Bundesfachkongresses ist das Ameron Hotel Abion Spreebogen Berlin (Alt-Moabit 99, 10559 Berlin). Unter dem Stichwort „Deutscher Feuerwehrverband“ ist im Motel One Berlin-Bellevue (Paulstraße 21,10557 Berlin) ein Abrufkontingent eingerichtet. Die Übernachtung vom 17. bis 18. Mai kostet inklusive Frühstück im Einzelzimmer 78,50 Euro, im Doppelzimmer 93,50 Euro. Das Kontingent ist bis 17. März 2017 abrufbar.

Über die Webseite www.feuerwehrverband.de/bundesfachkongress.html erfolgt die Anmeldung zur Veranstaltung; dort stehen auch weitere Informationen zur Verfügung.

Hinweis für die Presse: Wir bitten um formlose Akkreditierung bis Mittwoch, 10. Mai 2017, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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Information des LFV Hessen vom 26. Februar 2017

Logo LFV Hessen113. Sitzung des Fachausschusses Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz des LFV und der AGBF Hessen

Der Fachausschuss Vorbeugender Brand- und Gefahrenschutz des LFV und der AGBF Hessen hat sich zur 113. Sitzung am 16.02.2017  in Hofheim/  Main Taunus Kreis getroffen. Neben allgemeinen Fragestellungen des vorbeugenden Brandschutzes wurden die folgenden Themen behandelt:

  • Vereinheitlichung bei den Vorgaben bzw. Merkblättern zur Ausgestaltung von Feuerwehrplänen. Musterpläne, Musterchecklisten und Mustermerkblätter wurden vorgestellt und vermutlich in der kommenden Sitzung den Brandschutzdienststellen zur Einführung empfohlen.

  • Bezgl. der gegenwärtigen Diskussion zum Thema Sicherheitstreppenraum „light“ ist der Fachausschuss der Auffassung, dass das Schutzziel der Hessischen Bauordnung „Feuer und Rauch dürfen nicht in einen Sicherheitstreppenraum eindringen“ zwingend einzuhalten ist. Zur Diskussion stehende Spüllüftungen mit ca. 10.000 m³/h sind aus Sicht des Fachausschusses nicht geeignet, eine Rauchausbreitung aus einer Wohnung heraus wirkungsvoll zu verhindern. Da Rettungswege immer auch Angriffswege der Feuerwehr sind, führt eine Aufweichung des o.g. Schutzziels auch zur Gefährdung der Einsatzkräfte der Feuerwehren.

    Es wird daher angeregt, unter Beteiligung der Feuerwehren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)- Bereich Brandschutzforschung- Versuche durchzuführen, um alternative, gleichwertige Sicherheitstreppenraumausführungen zu erarbeiten. Der Einfluss einer brennbaren Fassade ist mit zu betrachten Der Schutz der Bevölkerung sollte nicht als Experimentierfeld dienen. Werden jetzt Weichen falsch gestellt, so besteht für die Lebensdauer des Gebäudes ein höheres Risiko für die Bevölkerung und die Einsatzkräfte. Der Fachausschuss VB/G des Landesfeuerwehrverbandes und der AGBF Hessen schließt sich mit dieser Meinung dem AK VB/G der AGBF Bund und DFV an.

  • Die Mitgliederseite des Fachausschusses wurde aktualisiert und um die Kolleginnen und Kollegen der AGBF ergänzt.

Quelle: LFV Hessen

 

NotrufKFV Rheingau - Presseinformation

 

Presseinformation vom 11. Februar 2017

11. Februar - Tag des Notrufes

112 - EU-einheitliche Notrufnummer - 11.2. Tag des Euronotrufs

Rheingau – Ob Feuer in Finnland oder Unfall in Ungarn: Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in allen Staaten der Europäischen Union die Nummer in Notfällen. Auch in sämtlichen Handynetzen verbindet 112 mit der zuständigen Notrufzentrale.

Jedoch wissen nicht alle Menschen in Deutschland, dass die 112 nicht nur im eigenen Land, sondern überall in der Europäischen Union (EU) Hilfe bringt. Damit liegt die Bundesrepublik in der Eurobarometer-Umfrage weit hinter dem EU-Durchschnitt von 27 Prozent – nur in Großbritannien (13 Prozent), Griechenland (sieben Prozent) und Italien (fünf Prozent) ist die Kenntnis geringer. Der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, die die 112 als europaweiten Notruf identifizieren kann, ist im Vergleich zu 2008 lediglich um fünf Prozentpunkte gestiegen.

Zum sechsten Mal gibt es nun am 11. Februar den „Europäischen Tag der 112“, um die einheitliche Notrufnummer besser bekannt zu machen. Hierzu gibt es zahlreiche Veranstaltungen von Institutionen und Organisationen, darunter auch Aktionen von Feuerwehren. Folgende Punkte stehen hierbei im Mittelpunkt des Interesses:

  • Der Hintergrund: Die Europäer sind aus beruflichen oder privaten Gründen immer häufiger in anderen Ländern der EU unterwegs, weshalb eine EU-weit einheitliche Notrufnummer sehr sinnvoll ist. So müssen die Bürger sich statt mehrerer Notrufnummern nur noch die 112 merken – und bekommen überall adäquate Hilfe!
  • Der Anruf: Die Notrufnummer 112 kann von überall her erreicht werden: Egal ob Festnetz, öffentliches Telefon oder Mobiltelefon. Beim Handy muss allerdings eine SIM-Karte eingelegt sein. Seit Inkrafttreten dieser Vorschrift im Sommer 2009 hat sich das Aufkommen der vorsätzlichen Fehlanrufe in den Leitstellen enorm verringert.
  • Die Kosten: Das Gespräch über die Notrufnummer ist immer kostenlos!
  • Die Antwort: Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch; in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.

Absetzen eines Notrufs

Im Frankreich-Urlaub brennt es plötzlich in der Ferienwohnung; bei der Fahrt durch Estland kommt es zum Verkehrsunfall – Sie zücken Ihr Telefon, wählen den EU-weiten Notruf 112 und erreichen die Leitstelle von Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei. Was sind nun die wichtigsten Informationen für den Menschen am anderen Ende der Leitung?

  • Was ist passiert? Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.
  • Wo ist es passiert? Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden.
  • Wie viele Verletzte/betroffene Personen sind es? Vom einzelnen Fußgänger bis zum vollbesetzten Schulbus – abhängig von der Anzahl der gefährdeten Menschen werden unterschiedlich viele Rettungsmittel benötigt. Wenn die Leitstelle dies bereits beim Notruf erfährt, kann sie zielgerecht alarmieren.
  • Wer ruft an? Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann.
  • Warten auf Rückfragen? Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Leitstellenmitarbeiter dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.

Die aktuellste Ausgabe des Eurobarometers zum EU-Notruf 112 steht online unter http://ec.europa.eu/public_opinion/flash/fl_368_sum_en.pdf zum Download zur Verfügung (nur auf Englisch).

 

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Presseinformation vom 23. Februar 2017

Stürmische Zeit: Sicherheitstipps für alle Narren

Deutscher Feuerwehrverband rät zu Umsicht bei Karnevalsumzügen

Berlin – Angesichts der Wetterwarnungen für die nächsten Tage rät der Deutsche Feuerwehrverband zu Umsicht bei den nun anstehenden Karnevalsumzügen. „Veranstalter müssen die Besucherinnen und Besucher rechtzeitig vor herannahenden Gewitterfronten warnen und Züge gegebenenfalls in Absprache mit den örtlichen Behörden rechtzeitig absagen oder verschieben“, fordert Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Dazu gehöre, dass sich die Ausrichter regelmäßig selbst über die aktuelle Warnlage informierten.

„Informieren Sie sich im Vorfeld und auch während der Veranstaltung über die Wetterlage. Smartphone-Apps wie NINA oder KatWarn sind hierbei hilfreiche Mittel“, rät Hachemer den Besuchern der Karnevalsumzüge. Wenn es auf der An- oder Abfahrt zum Fastnachtsumzug zu schwerem Unwetter mit Starkwind und Platzregen kommt, sollten Autofahrer auf einem baumfreien Abschnitt stehen bleiben und die Fahrt auf überfluteten Straßen meiden. Beschädigte Bäume können auch nach Abklingen des Unwetters noch plötzlich umstürzen oder schwere Äste verlieren.

Zudem gibt der Deutsche Feuerwehrverband vier Tipps für die Sicherheit beim Karnevalszug:

  • Auch wenn es bei der Jagd nach „Kamelle“ und anderen Wurfwaren heiß hergeht – halten Sie ausreichenden Abstand zu den Festwagen.
  • Genießen Sie Alkohol in Maßen. Unfälle und Erkrankungen durch Trunkenheit sind die häufigsten Ursachen für Einsätze des Rettungsdienstes im Umfeld von Festveranstaltungen – etwa nach dem Sturz in Glasscherben.
  • Parken Sie verantwortungsbewusst, halten Sie die Rettungswege frei!
  • Viele Feuerwehren helfen ehrenamtlich beim Ablauf und der Absicherung von Karnevalsumzügen mit. Bitte unterstützen Sie diese Einsatzkräfte, indem Sie sie nicht bei ihrer Arbeit behindern.

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