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Presseinformation vom 11. Januar 2017

DFV-Historikseminar „Von Barmen bis Durlach“

Symposium am 25. 2. zum bürgerlichen Engagement in der Brandbekämpfung

Berlin – Im Jahr 2017 jährt sich die erstmalige Verwendung des Begriffs „Freiwillige Feuerwehr“ zum 170. Mal. Doch auch in den 100 Jahren vorher gab es bereits vielfältiges bürgerschaftliches Engagement im Brandschutz. In dieser Epoche zwischen Absolutismus, französischer Revolution, napoleonischer Herrschaft, Befreiungskriegen, Restauration, Biedermeier, 48er Revolution und unter dem Einfluss der industriellen Revolution entstanden die gesellschaftlichen Grundlagen des heutigen Feuerwehrwesens. „Das Seminar bietet einen umfassenden Einblick in die Frühgeschichte des Feuerwehrwesens in Deutschland“, wirbt Siegfried Bossack, Vorsitzender des Arbeitskreises Brandschutz- und Feuerwehrgeschichte des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Das Symposium zum bürgerlichen Engagement in der Brandbekämpfung „Von Barmen bis Durlach“ will am 25. Februar 2017, von 9.30 bis 16 Uhr in Fulda einen Überblick über die Organisation der Brandbekämpfung in dieser Zeit geben.

Auf dem Programm stehen folgende Vorträge:

  • Bernd-Dietrich Rassek: Die „Brand-Ordnung“ Barmen 1745.
  • Stephan Neuhoff: Das „Corps Pompier“ in Köln 1801 (nur im Tagungsband enthalten)
  • Bertram Weiter: Die „Compagnie de Pompiers“ von Saarlouis 1811.
  • Steffen Förster (Stadtmuseum Meißen): Feuerlösch- und Rettungscorps Meißen 1841.
  • Oliver Kubitza/Frank Wörner: Das Pompierscorps Durlach 1846/1847
  • Dieter Farrenkopf: Freiwillige Feuerwehr Karlsruhe 1847
  • Hartmut Stöpel: Johann-Wolfgang von Goethe und die Brandbekämpfung (neu betrachtet)
  • Joachim Haase: Feuerspritzenherstellung 1745 bis 1847.
  • Bernd Klaedtke: Auszeichnungen für Brandbekämpfung und Hilfeleistung bis 1847.
  • Günter Strumpf: Gibt es Entwicklungsschritte in der Brandbekämpfung?
  • Dr. Daniel Leupold: Die Brandbekämpfung um 1800 in zeitgenössischen Abbildungen. (Ausfallreserve, im Tagungsband enthalten)

Die Teilnahme am Symposium ist nach vorheriger Anmeldung (E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) für alle Interessenten möglich. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 25 Euro pro Person. Anmeldeschluss ist der 10. Februar 2017. Im Beitrag enthalten sind die Kosten für Tagungsgetränke, Mittagsimbiss und einer CD mit den Referaten. Zum Symposium wird ein Tagungsband mit den Beiträgen der Referenten veröffentlicht, der zum Preis von 25 Euro vorbestellt werden muss. Im Vorfeld des Symposiums findet ein gemeinsamer Austausch statt. Veranstaltungsort ist der Mehrzweckraum der Freiwilligen Feuerwehr Fulda. Am Veranstaltungstag besteht bei verlängerter Öffnungszeit zudem freier Eintritt in das Deutsche Feuerwehr-Museum, St-Laurentius-Straße 3, 36041 Fulda. Weitere Informationen zu Inhalt und Anmeldung gibt es online unter www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen.html.


Pressekontakt:
Silvia Darmstädter
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Presseinformation vom 09. Januar 2017

DFV-Veranstaltungen: Vormerken und anmelden!

Höhepunkte 2017: Ski-Meisterschaften, Bundesfachkongress, CTIF-Olympiade

Berlin – Spannende Wettbewerbe, praxisnahe Vorträge und exklusive Netzwerke: Der Veranstaltungskalender des Deutschen Feuerwehrverbandes beinhaltet auch im Jahr 2017 wieder viel Abwechslung! Dies sind die Höhepunkte des Verbandsjahres:
 
Feuerwehr-Ski-Meisterschaften: Kondition beim Langlauf, Schnellkraft beim Langlaufsprint, sicheres Auge beim Biathlon – die Internationalen offenen 19. Deutschen Feuerwehr-Ski-Meisterschaften des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) vom 3. bis 4. Februar 2017 im thüringischen Oberhof sind einmal mehr der Beweis für die Sportlichkeit der teilnehmenden Feuerwehrangehörigen. Anmeldeschluss ist der 15. Januar 2017. Information und Anmeldung: www.feuerwehr-skimeisterschaften.info.

Geschichte: 2017 jährt sich die erstmalige Verwendung des Begriffs „Freiwillige Feuerwehr“ zum 170. Mal. Doch auch in den 100 Jahren vorher gab es bereits vielfältiges bürgerschaftliches Engagement im Brandschutz. In dieser Epoche zwischen Absolutismus, französischer Revolution, napoleonischer Herrschaft, Befreiungskriegen, Restauration, Biedermeier, 48er Revolution und unter dem Einfluss der industriellen Revolution entstanden die gesellschaftlichen Grundlagen des heutigen Feuerwehrwesens. Unter dem Titel „Von Barmen bis Durlach“ findet am Samstag, 25. Februar 2017, im Deutschen Feuerwehr-Museum in Fulda das vierte Feuerwehrhistorische Fachseminar des DFV statt – diesmal mit dem Schwerpunkt des bürgerlichen Engagements in der Brandbekämpfung.

RETTmobil: Auf spannende Fachgespräche freut sich der DFV am Stand der Stiftung „Hilfe für Helfer“ auf der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität RETTmobil, die vom 10. bis 12. Mai 2017 in Fulda stattfindet (www.rettmobil.org). Parallel bietet die Stiftung am 11. Mai das 4. Symposium „Hilfe für Helfer in den Feuerwehren“ an. Mehr Informationen folgen auf www.hilfefuerhelfer.de.

Parlamentarischer Abend: Der 12. Berliner Abend des DFV offeriert einmal mehr eine Plattform für intensive Gespräche zwischen Feuerwehr-Führungskräften und Bundestagsabgeordneten. Die Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten bietet im Wahljahr am 17. Mai 2017 den authentischen Rahmen für die erfolgreiche Veranstaltung (Teilnahme nur auf Einladung).

Bundesfachkongress: Zum siebten Mal bietet der DFV einen Bundesfachkongress in Berlin an – diesmal am 18. Mai 2017. Geboten werden Module zu den Bereichen Ausbildung, Einsatz, Technik und Mensch. Geplant sind unter anderem Erfahrungsberichte von Einsätzen etwa in besonderen Gefährdungslagen, fachliche Einblicke in Rahmenbedingungen von Drohneneinsatz und Trinkwasserschutz sowie Anmerkungen zu Grundausbildung und Kinderfeuerwehren.

Wettbewerbe: Herzklopfen und Höchstleistungen – die besten deutschen Feuerwehrmannschaften nehmen vom 9. bis 16. Juli in Villach (Österreich) an der Feuerwehrolympiade 2017 des Weltfeuerwehrverbandes CTIF teil. Die Teams treten in den Wertungen Traditioneller Internationaler Feuerwehrwettbewerb, Internationaler Feuerwehrsportwettkampf und Internationaler Jugendfeuerwehrwettbewerb an. Die Disziplinen reichen von Hakenleitersteigen bis Löschangriff. Schlachtenbummler sind herzlich willkommen! Mehr Infos: www.ctif-villach-2017.com.

Deutscher Jugendfeuerwehrtag: Vom 7. bis 10. September 2017 finden in Falkensee (Brandenburg) der Deutsche Jugendfeuerwehrtag und der 12. Deutsche Feuerwehr-Verbandstag des Deutschen Feuerwehrverbandes statt. Erstmals tagen die höchsten Gremien gemeinsam: Am 9. September steht die Delegiertenversammlung auf dem Programm. Zuvor sind neben dem Treffen des Jugendforums, einem Gottesdienst und dem DJF-Wettbewerb „We are CreActive“ weitere Tagungen geplant. Parallel zur Delegiertenversammlung findet eine Aktionsmeile für Feuerwehrangehörige aller Altersklassen und Feuerwehr-Fans statt. Der traditionelle Länderabend für die DFV-Delegierten steht diesmal unter der brandenburgischen Flagge. Am 10. September besteht dann die Gelegenheit, die Jugendfeuerwehrangehörigen bei der Deutschen Meisterschaft anzufeuern. Mehr Informationen gibt es auf www.jugendfeuerwehr.de.

Forum Brandschutzerziehung: Das Forum Brandschutzerziehung und -aufklärung des DFV und der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) ist als bundesweit größtes Treffen der Brandschutzerzieher in Deutschland etabliert. Am 3./4. November 2017 werden im KiEZ Frauensee (Brandenburg) zahlreiche Workshops geboten. Einen Einblick in die Themen des letzten Jahres gibt es unter www.brandschutzaufklaerung.de. Experten, die spannende Beiträge zu bieten haben, können ihre Workshop-Vorschläge per E-Mail an Lilian Harms (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) melden.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen folgen, so nicht anders benannt, auf www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen.html.

Der DFV-Kalender ist auch abseits von Großveranstaltungen gut gefüllt: Auf dem Programm stehen Spitzentreffen mit Politik und Verwaltung, Austausch mit den Feuerwehrverbänden aus Österreich und Frankreich und anderen Akteuren im Bereich des ehrenamtlichen Engagements, Termine auf europäischer und internationaler Ebene, Gremiensitzungen von Präsidium, Präsidialrat und Delegiertenversammlung, Tagungen des Beirats und des Förderkreises des Deutschen Feuerwehrverbandes, Vorstandstreffen der Stiftung Hilfe für Helfer sowie der Stiftung Deutsches Feuerwehr-Museum und Fachbereichsveranstaltungen. Weitere Informationen zur Arbeit des Deutschen Feuerwehrverbandes gibt es online unter www.feuerwehrverband.de sowie in den Sozialen Medien.


Pressekontakt:
Silvia Darmstädter
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Presseinformation vom 28. Dezember 2016

Feuerwehren geben Tipps für sicheres Silvester

Arbeitsreichste Nacht des Jahres für Einsatzkräfte und Rettungsdienst

Berlin – Brennende Balkone, Wohnungen oder gar Häuser, Rettungsdiensteinsätze und witterungsbedingte Unfälle: Den 1,3 Millionen Feuerwehrangehörigen in Deutschland steht zu Silvester die arbeitsreichste Nacht des Jahres bevor. „Den Großteil der Einsätze in dieser Nacht machen Brände aus“, berichtet der Deutsche Feuerwehrverband (DFV). Zumeist seien diese durch unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern verursacht.

Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern. Allein in Berlin verletzen sich nach Feuerwehrangaben jedes Jahr rund 500 Personen in der Silvesternacht.

 Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende acht Tipps für eine möglichst sichere Silvesterfeier:

  • Feuerwerkskörper und Raketen sind „Sprengstoff“. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nicht damit hantieren.
  • Beachten Sie unbedingt die Gebrauchshinweise der Hersteller. Mit wenigen Ausnahmen ist eine Verwendung von Feuerwerk in geschlossenen Räumen verboten.
  • Zünden Sie Feuerwerkskörper nur dort, wo dies auch erlaubt ist. Das Abbrennen der Böller in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist untersagt. Dieses Verbot gilt auch für Fachwerk- und Reetdachhäuser. Beachten Sie örtliche Regelungen!
  • Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf Menschen. Zünden Sie nicht gezündete Feuerwerkskörper (Blindgänger) niemals noch einmal.
  • Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Hierbei kann es zu schwersten Verletzungen kommen!
  • Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist. Tragen Sie Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen.
  • Schützen Sie Ihre Wohnung in der Silvesternacht vor Brandgefahren. Entfernen Sie Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen. Halten Sie Fenster und Türen geschlossen.
  • Wählen Sie bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112. Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.

Die Feuerwehren wünschen den Menschen in Deutschland einen geruhsamen Jahreswechsel.


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Presseinformation vom 09. Januar 2017

Feuerwehr warnt: Dünnes Eis birgt große Gefahr

Deutscher Feuerwehrverband gibt Tipps zum Verhalten bei Unfällen im Eis

Berlin – Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: „Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen zu dünn; es droht Einbruch“, erklärt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Auch der vielfach in Deutschland herrschende Frost der vergangenen Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist. Besonders Kinder lassen sich vom glitzernden Eis zu unvorsichtigem Verhalten verleiten. „Betreten Sie nur freigegebene Eisflächen!“, mahnt Schreck. Für die Freigabe sind die örtlichen Behörden zuständig.

Für den sicheren Ausflug sollten einige Tipps der Feuerwehren beachtet werden:

  • Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.
  • Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis – bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe leisten kann.
  • Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).
  • Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe oder organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt! Vor allem bei unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer verabredeten Stelle die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.
  • Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr!

„Innerhalb weniger Minuten in rund vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter“, erläutert Vizepräsident Schreck. Der Feuerwehrverband gibt folgende Tipps zum Verhalten im Unglücksfall:

  • Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
  • Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus wagen.
  • Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage (Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern aufgehängte Rettungsringe sein.
  • Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen, vorsichtig erwärmen, nicht als „Hausmittel“ mit Schnee abreiben.
  • Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst warmen Tee reichen.

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10 Tipps der Feuerwehr für Silvester

 

Wiesbaden - Am Silvesterabend wird das alte Jahr mit viel Lärm verabschiedet. Das traditionelle Abbrennen von Feuerwerkskörpern birgt aber leider vielfältige Brandgefahren. Der Spaß der Silvesterknallerei kann sehr unangenehme Folgen haben und für die Feuerwehren steht die arbeitsreichste Nacht des Jahres bevor. Feuerwerkskörper und Raketen sind "Sprengstoff".

Durch Unfug oder unachtsamen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hat schon für so manchen das neue Jahr schlecht angefangen. Schwere Unfälle und Brände häufen sich in der Silvesterzeit.

Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar und können zu erheblichen Verletzungen führen! Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern.

Feuerwerkskörper, die alle Prüfkriterien erfüllen, erhalten eine Registriernummer. In Europa wird Feuerwerk durch benannte Stellen geprüft. Das sind neutrale, unabhängige und kompetente Organisationen, die von der EU-Kommission benannt werden.

Worauf Sie achten sollten und über die Gefahren sowie den sachgerechten Umgang mit Feuerwerkskörpern informieren folgende 10 Brandschutztipps des Nassauischen Feuerwehrverbandes:

Tipp 1: Nur von der BAM zugelassenes Feuerwehr kaufen

  • Achten Sie auf die Registriernummer und das CE-Zeichen in Verbindung mit der Kennnummer der Prüfstelle sowie eine deutsche Gebrauchsanleitung! Bei Unklarheit kann man die aufgedruckte Nummer auf www.bam.de überprüfen. Dort sind sämtliche in Deutschland zugelassenen Feuerwerksartikel aufgeführt.
  • Nur zugelassene Feuerwerkskörper mit Registriernummer YYYY-F1-ZZZZ oder YYYY-F2-ZZZZ verwenden (YYYY steht für die Kennnummer der in Europa anerkannten Stelle für die Baumusterprüfungen, wobei die BAM die Nummer 0589 hat - ZZZZ steht für die fortlaufende Nummer).
  • Zur Kategorie F1 (CE 0589-F1-ZZZZ bzw. BAM-F1-ZZZZ) zählt Kleinstfeuerwerk, Knallerbsen oder Tischfeuerwerk für Personen ab 12 Jahre. Der Verkauf ist ganzjährlich zulässig.
  • Zur Kategorie F2 (CE 0589-F2-ZZZZ bzw. BAM-F2-ZZZZ) zählen Böller, Raketen und Batteriefeuerwerk. Diese gefährlicheren pyrotechnischen Artikel dürfen nur von Erwachsenen gekauft und nur von diesen am Silvesterabend und am Neujahrstag gezündet werden. Der Verkauf ist auf die Zeit vom 29. bis 31. Dezember beschränkt.
  • Bis zum 03.07.2017 dürfen auch noch Feuerwerkkörper mit der alten BAM-Nummer P I (Klasse 1) oder P II (Klasse 2) (z.B. BAM-P I-ZZZZ, BAM-P II-ZZZZ) vertrieben werden.

Tipp 2: Keine Verwendung von nicht geeignetem Feuerwerk

  • Kaufen Sie Ihr Feuerwerk in Deutschland. Denn auch das deutsche Sprengstoffgesetz ist zu beachten. Ein Einkauf von Feuerwerksartikeln im europäischen Ausland und anschließendes Verbringen, Lagern und Verwenden in Deutschland kann deshalb schnell zu einem Verstoß gegen sprengstoffrechtliche Vorschriften werden.
  • Zum Teil sind Feuerwerkskörper mit einer sog. "Gedeckten Stoppine" (Zündschnur mit extrem losen Papiermantel) ausgestattet, bei der innerhalb der Ummantelung die entstehenden Funken durch die Verbrennungsgase mit bis zu 10 m/s vorangetrieben werden, weshalb eine extrem schnelle Zündung und Verbrennungen die Folge sei können.
  • Werden Ihnen Feuerwerkskörper der Kategorien 3 oder 4 (nur an Personen mit spezieller Erlaubnis oder einem Befähigungsschein zulässig) bzw. solche ohne entsprechende Kennzeichnungen angeboten, informieren Sie die nächste Polizeidienststelle.

Tipp 3: Richtige Lagerung

  • Knallkörper und Raketen in jedem Fall kühl lagern. Feuerwerk niemals am Körper, etwa in Jacken- oder Hosentaschen, tragen.

Tipp 4: Gebrauchsanweisung lesen

  • Gebrauchsanweisung bereits im Vorfeld sorgfältig studieren.

Tipp 5: Altersangaben beachten

  • Von Jugendlichen nur ungefährliche und für das entsprechende Alter zugelassene Artikel (z.B. BAM-P I-ZZZZ bzw. BAM-F1-ZZZZ) abbrennen lassen und dabei beaufsichtigen.

Tipp 6: Kein Abfeuern in gefährdeten Gebieten

  • Feuerwerkskörper nur im Freien abbrennen. Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten.
  • Nur den Teil aus einer Packung entnehmen, der sofort gebraucht wird.
  • Beim Anzünden der Feuerwerkskörper für sich selbst und die Umgebung (z.B. Gebäude, landwirtschaftliche Einrichtungen, Lagertanks mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen) ausreichenden Sicherheitsabstand bewahren.

Tipp 7: Knallkörper und Raketen nicht in der Hand halten

  • Angezündete Knallkörper sofort wegwerfen! Knallkörper und Raketen nicht in der Hand behalten!
  • Feuerwerkskörper nicht unkontrolliert wegwerfen (z.B. in Fenster oder andere Hausöffnungen). Niemals nach Personen werfen oder zielen! Keinesfalls sollten diese pyrotechnischen Artikel unter, auf oder gar nach fahrenden Fahrzeugen geworfen werden!

Tipp 8: Feuerwerk richtig Abfeuern und für eine stabile Haltevorrichtung sorgen

  • Raketen sollten in große Flaschen gestellt werden, die wiederum in einem Kasten stehen. Die Flugrichtung muss so gewählt werden, dass die Raketen nicht in Häuser oder auf leicht brennbares Material fliegen können. Das Bündeln von Raketen soll unterbleiben, da durch ungleiche Zündungen Kursabweichungen unvermeidbar werden.
  • Bei fächerförmigem Feuerwerk beträgt die Neigung bis zu 30 Grad, was für Gebäude und umstehende Personen sehr gefährlich sein kann; daher diese Fächer nur auf freiem Feld zünden.

Tipp 9: Achtung bei Blindgängen

  • Wenn Feuerwerkskörper nicht zünden oder versagen, nicht nachkontrollieren oder nachzünden, sondern mit Wasser übergießen, um unkontrolliertes Zünden zu verhindern.

Tipp 10: Vorsorge an Silvester

  • Fenster, vor allem Dachfenster und soweit möglich auch Rollläden, in der Silvesternacht schließen.
  • Schützen Sie Ihren Balkon oder entsprechende Unterstände vor Böllern! Gartenmöbel, Sonnenschirm, leere Kisten, Zeitungsstapel, der ausgediente Weihnachtsbaum etc. erhöht die Brandlast ungemein.

Bei einem bei einem Brand oder Unfall sofort den Notruf 112 wählen! Nur eine schnelle Meldung bietet Gewähr für effektive Hilfe.

Die Feuerwehren wünschen allen Menschen einen geruhsamen Jahreswechsel.

Sollte dennoch etwas passieren …

  • Bewahren Sie Ruhe!
  • Melden Sie einen Notfall sofort über den Notruf 112.
  • Für das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte sind folgende Informationen wichtig:
    • Wo ist der Notfall eingetreten?
    • Was ist passiert?
    • Wie viele Verletzte?
    • Wer ruft an?
    • Warten Sie auf Rückfragen!
  • Ist das Feuer noch im Entstehen begriffen, unternehmen Sie schnellstens erste Löschversuche um es schon “im Keim” zu ersticken.
    • Löschversuche nur unternehmen, wenn diese ohne Selbstgefährdung möglich sind!
    • Betreten Sie niemals verqualmte Räume. Dort bilden sich tödliche Brandgase. Schließen Sie die Tür und alarmieren Sie die Feuerwehr.
  • Wenn Löschversuche nicht möglich sind:
    • Fenster des Raumes schließen, wenn dies ohne eigene Gefährdung möglich ist, ebenso die Tür des Raumes in dem es brennt. Hierdurch wird dem Feuer Sauerstoff entzogen.
  • Personen warnen und sich selbst in Sicherheit bringen (ggf. anderen Personen helfen).
    • Wenn Sie das Gebäude über den Treppenraum nicht mehr verlassen können, begeben Sie sich in einen sicheren Raum, schließen Sie alle Türen hinter sich und machen Sie sich am geöffneten Fenster bemerkbar.
  • Feuerwehr erwarten und einweisen (ggf. auch durch andere Personen).
  • Bis die Feuerwehr eintrifft, sollten Sie versuchen die Brandausweitung zu erschweren:
    • Tür zum Brandraum feucht halten, um Durchbrand zu verzögern oder zu verhindern!
    • Um die Aufheizung der Tür zu verzögern, können Sie, bis die Feuerwehr eintrifft, die Tür mit Wasser kühlen.
  • Wenn Sie das Gebäude oder die Wohnung, Etage verlassen müssen, darauf achten, dass keine Person zurückbleibt.
    • Türen zu Räumen in denen es nicht brennt, können wenn es die Zeit zulässt geschlossen werden, Brandschutztüren und Brandabschnittstüren sollten auf jeden Fall geschlossen sein.
    • Auf keinen Fall die Türen abschließen!
    • Bei Räumen oder Fenstern, die nur mit Schlüssel zugänglich sind, Schlüssel für die Einsatzkräfte bereithalten.
  • Alle in Sicherheit? Außerhalb der Gefahrenzone sollten Sie feststellen, ob alle Hausbewohner in Sicherheit sind, denn bei einer vermissten Person muss die Feuerwehr immer davon ausgehen, dass sich diese eventuell im Gebäude und somit in Gefahr befindet. Feuerwehr sofort bezüglich vermisster Personen in formieren, möglichst schon beim Absetzen des Notrufes, spätestens beim Eintreffen der Feuerwehr.
  • Brandverletzungen mit kaltem Wasser kühlen, anschließend steril abdecken, z.B. mit Alufolie, sauberen Tüchern, nach Möglichkeit steriles Verbandsmaterial aus einem Notfallkoffer.

Quelle: Nassauischer Feuerwehrverband

 

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Presseinformation vom 03. Januar 2017

Feuerwehr warnt: Tannengrün wird zur Brandfalle

Deutscher Feuerwehrverband rät: Trockenen Weihnachtsbaum zügig entsorgen

Berlin – Während der Feiertage verbreitet er besinnliche Stimmung; spätestens im neuen Jahr ist der Weihnachtsbaum jedoch auch eine Brandgefahr: Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) appelliert, den Weihnachtsbaum genau wie Adventsgestecke und weiteres Tannengrün aus der Wohnung zu entfernen, ehe diese möglicherweise in Flammen aufgehen.
 
„Die Nadelbäume trocknen mit der Zeit aus, auch wenn sie regelmäßig gewässert werden“, erklärt DFV-Vizepräsident Hermann Schreck. Er rät zur Vorsicht, wenn die Kerzen am Baum noch ein letztes Mal angezündet werden sollen: „Das Tannengrün kann schnell zur Brandfalle werden! Verzichten Sie lieber darauf, fast ganz heruntergebrannte Kerzen nochmals zu entzünden.“ Auch Adventsgestecke stellen eine erhöhte Brandgefahr dar und sollten entsorgt werden.

In vielen Gemeinden unterstützen die Feuerwehren – häufig durch die Jugendfeuerwehren im Rahmen der allgemeinen Jugendarbeit sowie des Umweltschutzes – die Tannenbaum-Sammelaktionen. Informationen über Sammelorte und -zeiten liefern zumeist die örtlichen Behörden.


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